Energieverbrauch & Co.: Darauf sollten Verbraucher beim Klimageräte-Kauf achten

Leistungsgeregelte Split-Geräte klimatisieren besonders effizient

Bietigheim-Bissingen, 22.06.2016 – Das langersehnte Sommerwetter hat endlich in Deutschland Einzug gehalten. Doch so schön die Jahreszeit im Freien auch ist, sorgen feucht-warme Luft, Sonneneinstrahlung und innere Wärmelasten in den eigenen vier Wänden oftmals für unerträgliche Temperaturen. Weil heruntergelassene Jalousien und nächtliches Lüften häufig nur ein buchstäblicher „Tropfen auf den heißen Stein“ sind, möchten immer mehr Verbraucher ihr eigenes Zuhause klimatisieren. Die optimale Lösung dafür sind moderne, energieeffiziente Raumklimageräte, die die Luft nicht nur kühlen, sondern auch entfeuchten – gerade die Luftfeuchtigkeit ist entscheidend für thermisches Wohlbefinden. Doch woran erkennt der Verbraucher ein geeignetes Raumklimagerät, und was sollte er bei der Kaufentscheidung beachten? Der Fachverband Gebäude-Klima e. V. (FGK) hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

• Gerätetypen
Zwei Typen von Raumklimageräten sind in Deutschland am gängigsten: Mobile Monoblock-Geräte und festinstallierte Split-Geräte. Erstere sind transportable Geräte mit einem Schlauch, mit dem die feucht-warme Abluft durch einen Spalt im geöffneten Fenster ins Freie geführt wird. Split-Geräte dagegen bestehen aus einer Außen- und einer Inneneinheit und werden fest installiert. Bei Multi-Split-Geräten können mehrere Inneneinheiten einer Außeneinheit zugeordnet werden. Die Verbindung zwischen Innen- und Außengerät erfolgt durch einen gut abgedichteten Kanal im Mauerwerk. Split-Geräte sind energieeffizienter, da keine warme Luft in den Raum nachströmt, und leiser als Monoblock-Geräte, deren Kompressor im Raum arbeitet. Welcher Gerätetyp am sinnvollsten ist, hängt von der individuellen Wohnsituation ab.

• Energieeffizienz
Wie energieeffizient ein Raumklimagerät arbeitet, erkennt der Verbraucher leicht am EU-Energielabel, wie er es von Waschmaschinen oder Kühlschränken kennt. Raumklimageräte werden in Effizienzklassen von A+++ bis D eingeteilt. Im Kühlbetrieb müssen die Geräte mindestens die Anforderungen der Effizienzklasse A erfüllen.

• Kosten
Die Kosten für eine Wohnraumklimatisierung hängen von vielen Faktoren ab, etwa der Raumsituation, der Kühlleistung und der Energieeffizienz des Gerätes. Split-Geräte sind in der Anschaffung zunächst teurer, rentieren sich aber aufgrund der höheren Energieeffizienz relativ schnell. Leistungsgeregelte Split-Geräte benötigen im Hochsommer für die Klimatisierung von rund 60 m² Wohnfläche im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses rund 3 Kilowattstunden (kWh) pro Tag. Bei einem Strompreis von 26 Cent pro kWh macht dies 78 Cent täglich – bei einer relativ begrenzten Anzahl von Einsatzstunden pro Jahr.


• Wartung
Die Filter von modernen Raumklimageräten können meist einfach ausgebaut und gereinigt werden. Nur bei größeren Verschmutzungen müssen sie alle zwei bis drei Jahre ausgetauscht werden. Je nach Kältemittel und Füllmengen sollte periodisch ein Fachmann eine Inspektion durchführen, damit ein energieeffizienter und klimaschonender Betrieb sichergestellt ist. Hinweise dazu erhalten Verbraucher beim Fachhändler und in der Bedienungsanleitung.

• Beratung und Service
Für eine optimale Beratung sollte sich der Verbraucher an den örtlichen Kälte-Klima-Fachbetrieb wenden. Split-Klimageräte dürfen ohnehin nur vom ausgebildeten Fachmann installiert werden. Entscheidet sich der Verbraucher für den Kauf eines Raumklimagerätes, sollte er neben den Angaben auf dem EU-Energielabel auch auf das „Qualitätssiegel Raumklimageräte“ des Fachverbandes Gebäude-Klima e. V. achten. Dies gewährleistet nicht nur hohe Energieeffizienz, sondern auch Produkt- und Servicequalität. Zusätzliche Informationen und eine aktuelle Liste aller Anbieter, die das „Qualitätssiegel Raumklimageräte“ erhalten haben, bietet die Internetseite www.qualitaetssiegel-raumklimageraete.de.


Bildunterschriften (Bilder unter http://www.fgk.de/index.php/presse):
Bild 1: „Das EU-Energielabel für Raumklimageräte.“ Quelle: EU

Bild 2: „Das „Qualitätssiegel Raumklimageräte“ des Fachverbandes Gebäude-Klima e. V.“ Quelle: FGK

Über den Fachverband Gebäude-Klima e. V.
In seiner mehr als 40-jährigen Geschichte entwickelte sich der Fachverband Gebäude-Klima e. V. zum führenden Branchenverband der deutschen Klima- und Lüftungswirtschaft. In dieser Funktion vertritt der FGK die Interessen seiner Mitglieder gegenüber den Marktpartnern, der Politik, der Wirtschaft, den Normungsinstitutionen und der Wissenschaft. Mit einer intensiven politischen Kommunikation nimmt der Verband Einfluss auf ordnungsrechtliche Vorgaben sowie auf Normen aus dem relevanten Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung. Die ca. 300 Mitglieder des FGK beschäftigen rund 49.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von etwa 7,1 Milliarden Euro pro Jahr.







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